Microns CFO Mark Murphy stellte bei der Ergebnisrunde am 30. September 2026 laut Bericht bis 2028 anhaltend angespannte Marktbedingungen in Aussicht. COO Manish Bhatia sagte dem Bericht zufolge, Micron könne nicht absehen, wann sich Angebot und Nachfrage ausgleichen.

Am selben Tag meldete Micron Rekordergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026. Die Zahlen stehen in unserer früheren Meldung zu Microns Quartalsergebnissen.

Mehr als 75 Prozent der Lieferungen für 2027 zugesagt

Bhatia zufolge waren bereits mehr als 75 Prozent der für Microns Geschäftsjahr 2027 geplanten Lieferungen zugesagt. Das ermöglichte dem Unternehmen, Gespräche über die Zuteilung an Kunden bis ins Jahr 2028 hinein zu führen.

Die Zahl bezieht sich auf Microns geplante Lieferungen im Geschäftsjahr 2027. Sie ist keine Angabe zum gesamten Speichermarkt.

Warum Micron den Kapazitätsausbau für schwierig hält

Micron-Manager verwiesen auf begrenzte Reinraumflächen sowie lange Vorlaufzeiten für Bau und Qualifizierung neuer Produktionskapazitäten. Auch technologische Umstellungen brächten zunehmend geringere zusätzliche Erträge.

Hinzu kommt High Bandwidth Memory (HBM), also Speicher mit hoher Bandbreite, der vor allem für KI-Infrastruktur gefragt ist. Micron erwartet laut den berichteten Aussagen, dass die HBM-Lieferungen bis 2028 schneller wachsen als die konventioneller DRAM. Damit steigt der Anteil der Branchenkapazität, der auf HBM entfällt.

Auch bei NAND rechnet Micron mit angespannten Bedingungen. Für die NAND-Branche erwartete das Unternehmen in den Kalenderjahren 2027 und 2028 ein Wachstum im mittleren 20-Prozent-Bereich.